
Beitrag von Jurga Bardauskienés in der Gruppe Memel-ist.. auf Facebook.

Beitrag von Jurga Bardauskienés in der Gruppe Memel-ist.. auf Facebook.
Als Mitte Februar, bei 15 Grad Frost und sehr viel Schnee der Landrat Bronius Markauskas in einem Beitrag die sanierte Jaagscher Brücke vorstellte, war es für mich ein Anreiz bei der Gelegenheit diese Brücke ins Augenschein zu nehmen. Nach einem langen und harten Winter warteten wir alle schon auf den Frühling, und im Frühling möchte man hinaus in die Natur. Und wahrscheinlich gehört einer der schönsten Orte unserer Natur zu diesem König-Wilhelm-Kanal.
Die älteren Einwohner von Drawöhnen und Umgebung kennen vermutlich die alte Jaagschen-Brücke bei der Bruckschwa Wiese, die noch aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten ist. Lange Zeit war sie vernachlässigt und wurde nicht gepflegt, deshalb beschloss der Landkreis Memel, sie zu sanieren. Es wurde ein Vertrag mit einem Bauunternehmen, geschlossenen Aktiengesellschaft „Tranšiuda“ unterzeichnet, und im November 2023 begannen die Arbeiten. Natürlich wirkt dieses Objekt auf den ersten Blick nicht besonders kompliziert, aber es handelt sich um ein Kulturerbe, weshalb an seine Restaurierung sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Nun steht die Sanierung der Brücke kurz vor dem Abschluss: Alle wichtigsten architektonischen und ingenieurtechnischen Konstruktionen wurden bereits Ende 2025 wiederhergestellt. Im Frühling 2026 fand die Eröffnung der Brücke statt, damit unsere Einwohner und Gäste eine deutlich schönere Verbindung und einen leichteren Zugang nach Jaagschen haben. Außerdem sollen Touristen, die den Kanal entlangfahren, eine schöne Aussicht genießen und sich über ein weiteres erhaltenes architektonisches und ingenieurtechnisches Denkmal freuen können. Im Landkreis Memel wurden bis 1904 zehn Brücken über den König-Wilhelm-Kanal gebaut, von denen nur die Jaagscher-Brücke erhalten geblieben ist. Sie ist im Register der Kulturgüter eingetragen. Für die Restaurierung dieses einzigartigen Objekts hat das Litauische Kulturministerium 118.000 Euro bereitgestellt. Allein die Mittel der Kreisverwaltung Memel reichen für den Erhalt des Kulturerbes nicht aus.
Es wird mehr staatliche Aufmerksamkeit für bedeutende Kulturgüter und Infrastrukturobjekte in Städten, Ortschaften und ländlichen Gebieten dieser Art eine stärkere Förderung und Mitfinanzierung benötigt. Die Möglichkeit, eine Finanzierung für die Instandsetzung der Jaagscher-Brücke zu erhalten, ergab sich nach zahlreichen Gesprächen mit dem Kulturministerium. Dieses hat – unter Berücksichtigung der von der Gemeinde dargelegten Finanzierungsprobleme – das technische Erbe Memellandes in die Prioritätenliste der Kulturerhaltungsprogramme für die Jahre 2022– 2024 aufgenommen. Heute sehen wir das reale Ergebnis dieser langen Verhandlungen: Das Kulturministerium hatte Mittel für die Restaurierung der Jaagscher-Brücke bereitgestellt. Gemäß dem vom Kulturminister bestätigten Programm zur Finanzierung von Maßnahmen an unbeweglichen Kulturgütern für die Jahre 2022–2024 wurden für die Restaurierung der Jaagscher-Brücke 68.000 Euro im Jahr 2023 und 50.000 Euro im Jahr 2024 bereitgestellt. Die Jaagscher-Brücke ist ein sehr wichtiges Objekt, befand sich jedoch in einem kritischen Zustand und wurde lange Jahre nicht genutzt, weshalb ihre Instandsetzung und Sanierung unbedingt erforderlich war.
„Die Jaagscher-Brücke ist ein sehr wichtiges Objekt, aber in einem gewesenen Notzustand nicht nutzbar, daher war eine Instandsetzung und Sanierung unerlässlich. Für diese Arbeiten wurden mehr als eine halbe Million Euro benötigt. Umso erfreulicher ist es, dass der Antrag auf Finanzierung bewilligt war – Landkreis erhielt externe Zuschüsse, wodurch sich die finanzielle Belastung für den Landkreis sich erheblich verringert hatte. Das Projekt für die Sanierung der Brücke war bereits im Jahr 2022 erstellt. Im Jahr 2023 wurden die Bauaufträge vergeben, und im nächsten Jahr folgten die eigentlichen Bau- und Instandsetzungsarbeiten.
Bei der Sanierung der Jaagschen-Brücke wurden – ohne die Konstruktionen zu beschädigen – die Brückenbeläge demontiert, die metallenen Elemente restauriert und gerichtet, Geländer, Lager, Brückenpfeilern und Widerlagern aus Backstein- und Natursteinmauerwerk Instandgesetzt. Außerdem wurde ein hölzerner Brückenbelag mit einem aufklappbaren Teil für die Durchfahrt von Schiffsmasten eingebaut, und die Brücke wurde neu beschichtet.
Aus Mitteln des Landkreises wurden zusätzlich umfassende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt: Es wurde neue Stahlbetonpfahlgründungen im Inneren errichtet, Knotenpunkte der Tragkonstruktion sowie Stahlbetonflügel ergänzt, hölzerne Handläufe und Stabgitterzaunfelder an den bestehenden Geländern angebracht und die Zugänge zur Brücke saniert.
So ist die Jaagscher-Brücke nicht nur zu einem attraktiven, sondern auch zu einem funktionierenden Objekt des unbeweglichen Kulturerbes saniert worden.
Wir wünschen, dass dieses Projekt und diese Maßnahme als Vorzeigeprojekt auch für Sanierung und Instandsetzung weiteren Brückenbauwerken im Memelland über die Minge anregen.
Linus Skwirblies

König Wilhelm Kanal bei Jaagschen
Messbolzen am Widerlager


|


Der Verein für den Wiederaufbau der Plaschker Kirche im Lankreis Pogegen (PBAB) ist auf Facebook unter „Plaškiai – Plaškių bažnyčios atkūrimo bendrija – PBAB“ sichtbar. Im Jahr 2025 wurden mehrere kleinere Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt.
Der Fundamentsockel der Kirche wurde saniert, fehlende Fundamentsteine wurden ersetzt und Fugen erneuert.
Zusätzlich wurden ausgerissene Gebäudeecken, erneuert sowie die Strebepfeiler der Apsis saniert.
Die ausgewaschenen Fugen der Wände im Bereich bis zu 3 m Höhe wurden mit Fugenmörtel erneuert.
Das Mauerwerk der Sakristei wurde saniert, ein Ausbruch in der Wand aus der sowjetischen Zeit wurde tadellos zugemauert und die Fugen des Mauerwerks dieses Gebäudeteiles erneuert und ersetzt.
Die in sowjetischer Zeit zugemauerten Kirchenfenster auf der Nordseite wurden wieder geöffnet und die Fensteröffnungen mit 6 mm dicken Polycarbonatplatten wasserdicht verglast.
Die Fenster der Südseite wurden ebenfalls mit Polycarbonatplatten verglast, sodass der Winddruck von innen auf die mit Planen bedeckte Nordseite des Dachschiffes verringert wird.
Die Dachkonstruktion wurde mit Holzsprießen unterfangen, damit die Lasten besser aufgenommen und verteilt werden können. Diese Sicherungsmaßnahme trug dazu bei, dass das Dach den Winter 2025-2026 gegen Schneeauflast stand gehalten hat.
Besucher der Kirche werden nach vorheriger Ankündigung und in Abstimmung mit dem PBAB eingelassen. Herr Bergner, der Vorsitzende der PBAB mit seinem einwandfreiem Deutsch, ist sehr hilfsbereit.
Es wurde im Jahr 2025 eine Informationstafel erstellt, die im Eingangsbereich der Kirche angebracht ist.
Insgesamt wurde der Zustand der Kirche durch die durchgeführten Reparatur und Instandsetzungsmaßnahmen im Jahr 2025 sichtbar verbessert, was es sogar ermöglichte, am 01.11.2025 einen Reformationsgottesdienst der Evangelischen Kirche des Landes zu feiern.
Diese Maßnahmen wurden ausschließlich durch Spenden finanziert, die über vier Jahre hinweg auf einem Bankkonto angespart wurden.
Der Verein PBAB wird sich auch im Jahr 2026 weiterhin mit dem Havariezustand der Kirche in Plaschken befassen. Vorgesehen ist die Instandsetzung des Nordeingangs sowie die Reparatur und Wiederherstellung des Pfeilers der Kirchturmspitze, sowie die ausgebrochenen Turmecken. Diese Maßnahme ist besonders wichtig, da sie für die sichere Begehung des Gebäudes entscheidend ist.
Ebenso ist es notwendig, die bereits instandgesetzten Bereiche vor Witterungseinflüsse zu schützen, insbesondere durch einen vorübergehenden Nässeschutz über dem Emporenzugang und dem Nordeingang zum Kirchturm. Ob die vorhandenen Mittel dafür ausreichen, kann noch nicht abschliessend bewertet werden.
Die ehemaligen Plaschker und Freunde des Kirchspiel Plaschken sind daher aufgerufen, nach eigenem Ermessen und Möglichkeiten diese hervorragende Initiativen des Vereines zu fördern und finanziell zu unterstützen, gerne auch über die AdM.
Eine Spendenbescheinigung wird durch die AdM ausgestellt.
Darüber hinaus muss für das Hauptdach der Kirche ein Gutachten und Sanierungsvorschlag mit Kostenvoranschlag erstellt werden. Für diese Reparaturmaßnahme müssen noch Unterlagen von Sachkundigen angefertigt werden.
Ausstehend sind außerdem die Begutachtung der vorhandenen Dachkonstruktion sowie die Planung der erforderlichen Reparaturmaßnahmen.
Linus Skwirblies

Von Wolfgang Pinkow
Bergstraße 33, 15711 Königs Wusterhausen
wolfgang.pinkow@heimatverein-kw.de
Vorwort
Die Maria-Pawlowna-Gesellschaft e.V. aus Weimar entwickelt die Reisestrecke von St. Petersburg nach Weimar, die Maria Pawlowna; russische Großfürstin und spätere Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach und ihr Ehemann, Carl Friedrich, späterer Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, nach ihrer Hochzeit 1804 zurücklegten, als Kulturroute mit dem Titel Erlebnisroute Maria Pawlowna. Die Strecke verläuft heute über sechs unabhängige Staaten. Den Weg von 2000 km verstehen wir als ein gemeinsames historisches Erbe, aber auch als einen gerade in heutigen Zeiten verbindenden Pfad zur Völkerverständigung. Kunst, Kultur und Tourismus sind dabei unsere Mittel. Mehr Informationen – s. https://maria-pawlowna.de/erlebnisroute-maria-pawlowna/, Abruf am 01.04.2026.
In Verbindung mit der Entwicklung des Projektes Erlebnisroute Maria Pawlowna wurden umfangreiche Recherchen zum Post- und Reisewesen entlang der Strecke durchgeführt. Der Beitrag zur Postgeschichte Memels entstand in Verbindung mit dem Projekt.
Memel lag schon im Mittelalter an einer wichtigen Handelsstraße, die zu einem in Richtung Kurland (Libau – Riga) und zum anderen über die bewaldeten Nehrungen nach Königsberg und Danzig führte. Bereits im Jahr 1273 bestanden Handelsverbindungen zwischen Memel und Wismar sowie Lübeck. In dieser Ordenszeit hatte sich das Wegenetz bedeutend vergrößert, so dass die Städte miteinander verbunden waren. Um 1400 bestand bereits eine Reitpost der Hanse von Brügge über Köln, Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar, Stralsund, Greifswald, Stettin, Kolberg, Köslin, Stolp, Danzig, Königsberg nach Memel und weiter nach Libau und Mittau.

Abb. 1: Ersttagsbrief „800 Jahre Deutscher Orden“, Siegel des Obersten Splittlers des Deutschen Ordens aus dem Jahr 1400, Ausgabetag 15.02.1990 (Quelle: Bundesministerium für Post und Telekommunikation, 1990)
Mit dem Niedergang des Deutschen Ritterordens und der Aufhebung des Ordensstaates veränderten sich die Bedingungen der Nachrichtenübermittlungen. Die Weitergabe von Nachrichten gingen nach und nach auf die Botenanstalten über. Im 15. und 16. Jahrhundert überzog ein weit verzweigtes Netz städtischer Botenkurse die Länder. Es ist anzunehmen, dass auch die bedeutende Stadt Memel durch die Boten angelaufen wurde.
Ein neuer Postkurs, bezeichnet als Botenkurs, wurde erst wieder 1614 angelegt. Er führte von Berlin nach Ostpreußen. Hier handelte es sich um einen herrschaftlichen Kurs, auf dem die „Herrschaft Sachen“ befördert wurden. Eine extra dazu erlassenen Botenordnung regelte unter anderem die Besoldung. In der Folge wurden auf dem Berlin-Königsberger Kurs auch reitende Boten eingestellt. Seit 1630 verkehrte sogar, und das muss als Besonderheit betrachtet werden, ein Postboot von Memel nach Schaaksvitte, ein kleiner Ort am Kurischen Haff südlich von Memel.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) kam das sich gerade langsam entwickelnde allgemeine Postwesen wieder zum Erliegen. Ein neuer Zeitabschnitt für das Postwesen begann mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms III., des Großen Kurfürsten von Brandenburg (1640-1688). Es begannen sich die Zustände zu verbessern. Mit der Verordnung vom 21.April 1646 wurde durch den Kurfürsten festgelegt, dass ein Hauptpostkurs zwischen Memel im Osten und Cleve im Westen eingerichtet werden soll, „weil zuvörderst dem Kauf- und Handelsmann hoch und viel daran gelegen sei“. Mit der Einrichtung des Kurses beauftragte der Große Kurfürst den Kurfürstlichen Botenmeister Martin Neumann in Königsberg.
Als ersten Abschnitt richtete der Botenmeister Reitposten über die Nehrungen von Königsberg nach Memel und von Königsberg nach Danzig ein. In Memel sollte sich die Schwedische Post nach Riga anschließen. Mit der Eröffnung des Postkurses 1646 findet erstmalig ein Postamt von Memel Erwähnung. Die Einstufung als Oberpostamt ist wahrscheinlich. Die gesamte Strecke von Berlin nach Königsberg auf kürzestem Wege durch Pommern wurde schließlich 1654 in Betrieb genommen.

Abb. 2: Porträt von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), auf den Rändern der Sonderbriefmarke sind der Brandenburgische Adler und das Monogramm des Kurfürsten, 1955
Im Jahre 1649 gründete der Große Kurfürst die Brandenburgische Staatspost und schuf in der Folge eine Postverwaltung. Der Hauptpostkurs zwischen Memel und Berlin sowie nach Cleve bildete hierbei die Grundlage für die Weiterentwicklung des Postwesens. Der Postweg selber wurde zwischen Berlin und Königsberg mehrfach verkürzt bzw. durch Pommern neu eingerichtet (1654). Die Weiterführung nach Memel erfolgte nach wie vor durch das Samland und die Kurische Nehrung. Auch als um 1700 in Ostpreußen die ersten Postkutschen aufkamen, verkehrten diese „Fahrende Posten“ zwischen Königsberg und Memel über die Nehrung. Postmeister in Memel war in der Zeit zwischen 1698 und 1710 Joh. Ernst von Boemmel.
Der weitere Ausbau des Postwesens besonders in Ostpreußen war auch im Interesse der preußischen Herrscher. So erkannte der Preußische König Friedrich Wilhelm I., dass eine gut funktionierende Post Überschüsse erwirtschaften kann. Von ihm stammt der Ausspruch „sollen die Posten anlegen in Preußen von Ort zu Ort, ich will haben ein landt das kultiviret sein soll höret Post dazu“.
Um 1712 legte die Fahrpost von Memel nach Berlin über Königsberg (Preußen), Pillau, Danzig, Wutzkow, Stolb, Slawe, Köslin, Körlin, Naugard, Stargard, Königsberg (Neum.) in 104 Stunden zurück – allerdings nur unter günstigen Verhältnissen. Die Strecke betrug 144 Meilen (entspricht 860 km). Ab 1717 bzw. 1718 wurden eine Reitpost und eine Fahrpost von Tilsit nach Memel eingerichtet, so dass die Fahrpost nach Königsberg und weiter nach Berlin erreicht werden konnte.
Durch den wachsenden Handelsverkehr der Stadt Memel entstanden an den Poststraßen weitere Unterwegshaltepunkte, wie der „Krug auf der Heide“ (Heydekrug), der „Mingekrug“ bei Prökuls und der „Schmelzerkrug“ bei Memel.
Auf Veranlassung des Zaren Peter den Großen und unter Mitwirkung der Preußischen Post wurde im Jahre 1723 ein regelmäßiger Kurs reitender Posten von Memel aus nach Mittau, Riga, Reval, Narva bis Petersburg und von dort weiter bis Moskau eingerichtet. Es war die erste regelmäßige Verbindung zwischen Preußen und Russland und der Grundstein für eine weitere Entwicklung des Postwesens in Russland. In Memel endete somit der Post-Cours von Berlin bzw. Königsberg und fing der neue Post-Cours in Richtung St. Petersburg an. Diese Postverbindung sollte über fasst 100 Jahre die einzige mit dem Zarenreich gewesen sein.
Erst mit dem Staats-Postvertrag zwischen Preußen und Russland vom 24. Dezember 1821 kam eine weitere Postverbindung mit Russland zustande. Von dem Post-Kurs von Königsberg nach Memel zweigt nun in Tilsit eine Route über Schmalleningken, Georgenburg, Kowno und Wilna weiter in Richtung Moskau ab. Diese reitenden Briefpostverbindungen wurden zweimal wöchentlich bedient. Um die Post ins Russische Reich zu beschleunigen, richtete das General-Postamt in Berlin sogar einen Estafettencours zwischen Berlin und Memel ein. Archivunterlagen zeigen, dass im Jahre 1786 der Posthalter Johann Friedrich Janson die Posthalterei in Memel geführt hat.
Um 1802 wurde die Ostpreußische Grenzstadt Memel in Reisehandbüchern folgendermaßen beschrieben: „Memel, Handelsstadt, Festung und Hafen am Curischen Haff, welches durch eine Meerenge mit der Ostsee verbunden ist, bestehet aus der Alten- und Friedrichstadt, usw. 6500 Einwohner. Es wird hier ein starker auswärtiger Handel vorzüglich mit Holz, Leder, Getreide, Flachs, Hanf und Leinsaat getrieben usw. Neben der Stadt sind einige große Holzräume und Schiffwerfte, wo man seit einigen Jahren große Schiffe bauet“. 1819 erfolgt erneut eine Kurzbeschreibung: „Memel, die nördlichſte Stadt der Preußiſchen Monarchie, in früheren Zeiten zum Hanſeatiſchen Bunde gehörig, liegt am Ausfluss der Dange in’s Kuriſche Haff, welches ſich hier mit der Oſtſee vereinigt; der nicht unbedeutende Hafen bei dieſer Stadt, beſteht theils aus dem See Tief und großem Baſſin, gebildet vom Ausfluſſe des Kuriſchen Haffs, theils aus dem Stromhaven an der Dange; usw. Die Stadt iſt ziemlich ſtark befeſtigt, (die hieſige Citadelle aber iſt abgetragen), hat 3 Vorſtädte, 4 Thore, 2 lutheriſche, 1 reformirte und 1 katholiſche Kirche, 1 lutheriſche Stadtſchule, 1 Zeughaus und 1 Börſe, 7oo Häuſer und 5,12o Einwohner. Sitz eines Seegerichts, und eines Provinzial Banco Comptoirs; ſo wie ſich auch hier ein Salzmagazin der Seehandlungsgeſellſchaft befindet“. Usw. Der Handel hieſelbſt iſt bedeutend…“.

Abb.3: Postkarte von Ostpreußen, Ausschnitt, um 1800
Dem Postamt in Memel waren 1812 mehrere Postwärterämter (Heydekrug, Nidden, Nimmersatt, Prökuls, Rossitten, Rufs, Sarkau, Schwarzort) untergeordnet.
In der Zeit der französischen Besetzung zwischen 1806 und 1813 stand auch Memel in postalischer Hinsicht im Mittelpunkt. Noch 1806 flüchtete der Königlich Preußische General-Postamtspräsident Johann Friedrich von Seegebarth mit 4 Wagen und 20 Pferden von Berlin nach Königsberg und Anfang 1807 weiter nach Memel. Auch die Königlichen Kassen von Königsberg wurden in dieser Zeit nach Memel verlagert. Der Postdirektor Müller hatte die Aufgabe, alles unterzubringen und mietete dafür extra ein Haus an. Ende Juni 1807 wurden die Kassen weiter nach Riga verlegt. Nach Beendigung der Freiheitskriege leitete der Geheime Hofrat Goldbeck als Oberpostdirektor das Oberpostamt in Memel. Seit 1816 war die Post im Hause Börsenstraße 1 – 4 untergebracht.
Folgende Postverbindungen bestanden zu diesem Zeitpunkt mit Memel:
– Reitpost nach und von Berlin, zweimal wöchentlich,
– Reitpost von und nach Petersburg, zweimal wöchentlich,
– Fahrpost von und nach Königsberg, zweimal wöchentlich.
Im Zuge der Modernisierung führte die Königlich Preußische Post im Jahr 1817 für ihre Postämter erstmalig Poststempel ein. Verwendet wurden sogenannte preußische Langstempel (Ortsstempel mit Tag und Monat, jedoch ohne Jahreszahl). In Ostpreußen betraf das u. a. Königsberg, Memel, Tilsit, Prökuls usw. In Memel und Tilsit wurden diese preußischen Stempel auch als Durchgangsstempel für aus Russland kommende und weiter nach Preußen gehende Briefe genutzt.
Memel war der wichtigste Leitpunkt für Briefe und Güter nach und von Russland.
Zu dieser Zeit (1817) waren folgende Orte dem Oberpostamt unterstellt: Heidekrug (Postwärteramt und Station), Nidden (Station), Nimmersatt (Postwärteramt und Station), Norkaiten (Station), Prökuls (Postwärteramt und Station), Rassitten (Station), Russ (Postwärteramt), Sarkau (Station), Schwarzort (Station) und Werdenberg (Postwärteramt und Station).
Im Staatsvertrag zwischen Preußen und Russland vom 24.12.1821 sind zwei Postkurse aufgeführt: zum einen (Königsberg) – Memel – Immersatt – Polangen – Mittau – Riga und und zum anderen (Königsberg) – Tilsit – Schmalleningken – Georgenburg – Kowno – Wilna (Moskau). Eine wöchentliche Estafettenpost verband zumal Memel mit Berlin.
Im Zuge der Neuordnungen der Postanstalten zum 1.7.1825 wurden aus den Postwärterämtern in Heydekrug, Prökuls, Russ und Werdenberg Postexpeditionen.
Eine Reitpost vom Oberpostamt Memel nach Tilsit versorgte ab 1. August 1824 versuchsweise zweimal wöchentlich hin und zurück auch die aufgeführten kleinen Postanstalten mit Korrespondenz.
Nachdem am 13. Juli 1833 die Hauptpostverbindung mit Russland auf die neue Straße von Königsberg über Tilsit nach Tauroggen und weiter Richtung Moskau verlegt wurde, stellte die Postverwaltung die Reitpost über die schwierige Passage der Kurischen Nehrung ein. Als Ausgleich wurde eine neue Fahrpost zweimal wöchentlich zwischen Memel und Tilsit eröffnet. Außerdem blieb die Postverbindung von Memel nach Polangen weiterhin bestehen.
Obwohl mit erheblichen Kosten verbunden, wurde 1834 die dreimal wöchentlich verkehrende Reitpost zwischen Königsberg und Memel über die Kurische Nehrung wieder eingerichtet. Ab 1840 kam die Post mit den regelmäßig verkehrenden Dampfschiffen von Königsberg nach Memel. Besonders im Sommer wurden damit Personen, Post und Güter über das Haff befördert. Die aus Memel abgehenden Postsachen kamen so nach 45 Stunden in Berlin an.
Trotzdem ging nunmehr der Postverkehr beim Oberpostamt Memel erheblich zurück. Mit dem Verlegungstermin am 13. Juli 1833 wurde das Oberpostamt in ein normales Postamt zurückgestuft und ein Teil der Belegschaft umgesetzt. Als Amtsvorsteher fungierte nun der Ober-Postcommissarius Kopka mit dem Titel Postmeister, in dessen Haus in der Lindenallee 14 die Post untergebracht war.

Abb. 4: Alt-Brief von Memel nach Bordeaux, mit preußischen Langstempel MEMEL vom 11. Juni 1847 (Abgangsstempe4l) und Gremzübergangsstempel CPR 5 Aachen (Preussische Korrespondenz aus der Region 5) Ankunft in Bordeaux 18.(?) Juni 1847.
Im Lauf der Jahre wurden weitere Reitposten von Memel nach Tilsit (viermal wöchentlich) und nach Mitau (zweimal wöchentlich) eingerichtet. Seit 1845 fuhr die Fahrpost von und nach Tilsit täglich, ab 1854 wurde wegen der Zunahme des Verkehrs sogar eine zweite täglich verkehrende Personenpost eingerichtet. Zuvor verkehrte ab 1851 noch eine tägliche Reitpost zwischen den beiden Städten. Durch das erhöhte Postaufkommen beim Postamt Memel war es außerdem notwendig, einen ersten Landbriefträger anzustellen. Dieser versorgte die kleineren Nachbarorte von Memel mit Post.
Die Reitpost über die Kurische Nehrung zwischen Königsberg und Memel wurde zu diesem Zeitpunkt durch eine wöchentlich zweimal verkehrende Fußbotenpost ersetzt. Dadurch geriet dieser Postweg für den Post- und Reiseverkehr in die Bedeutungslosigkeit.
Nach der Neuordnung des Postwesens (ab 1.1.1850) gehörte das Postamt Memel zuerst der Oberpostdirektion (OPD) Gumbinnen an, kam aber ab 9. September 1850 wieder zur OPD Königsberg. Der Einflussbereich des Postamtes Memel beschränkte sich nun auf die Postexpeditionen 1. Klasse von Prökuls und Heidekrug (1858) sowie Nimmersatt (1864). Das Postamt hatte 1850 einen Stadtbriefträger und 1854 bereits drei; jeder von ihnen musste täglich 125 Briefe austragen. Der erste Landbriefträger wurde bereits 1847 beim Postamt Memel eingestellt. Er stellte mittwochs und sonnabends Briefe, Pakete und Zeitungen zu. 1855 trugen dann vier Landbriefträger die Sendungen aus.
Das Jahr 1850 brachte noch eine weitere postalische Neuerung. Am 15. November führte das Königreich Preußen Postwertzeichen (Briefmarken) ein. Gleichzeitig wurden zur Entwertung der Briefmarken neue Stempel angefertigt, die sogenannten Nummern- oder Vierringstempel. Die Auflistung der Nummernstempel erfolgte alphabetisch und wurde mit laufenden Zahlen ausgestattet. Memel erhielt die Nummer 931, Königsberg 742 und Tilsit 1500.

Abb. 5: Posthausschild der Deutschen Reichspost mit dem preußischen Adler und dem Schriftzug „Kaiserliches Postamt“

Abb. 6: Postschalter der Postexpeditionen, Mitte der 1850er Jahre

Abb. 7: Briefmarke mit Vierringstempel und Nummer 931 für Memel
Am 15 Juni 1855 eröffnete in Memel eine Telegraphenstation. Die Telegraphenlinie führte nach Gumbinnen mit Anschluss nach Russland und eine zweite Linie (1857) über Nimmersatt und Polangen nach Riga. Die Telegraphenlinie längs der Kurischen Nehrung von Kranz (mit einer Briefsammelstelle ab 1831) nach Memel wurde im August 1877 fertig und erleichterte das Leben der Nehrungsbewohner. Zu dem Zeitpunkt fuhr alle zwei Tage eine Botenpost (Landbriefträger mit Fuhrwerk – Karriolpost) von Königsberg nach Memel. Ab 1.3.1860 verkehrte sogar eine russische Troika (dreispännige Personenpost) zwischen Memel und Polangen. Mit Eröffnung der Eisenbahnlinie Memel – Bajohren verkehrte täglich eine Karriolpost von Kollaten (Bahnstation) nach Nimmersatt.

Abb.8: Karriolpostwagen – leichtes zweirädriges Fuhrwerk mit Kastenaufsatz für die Brief- und Paketpost
Eine Fernsprecheinrichtung mit Stadtortsnetz wurde in Memel am 22. Oktober 1888 in Betrieb genommen.
Ein besonders denkwürdiger Tag in der Postgeschichte Memels war der 16. Oktober 1893. Im Beisein des Staatssekretärs im Reichspostamt Dr. Heinrich von Stephan wurde das neue Postamt von Memel eingeweiht. Das ehemalige große deutsche Postgebäude wurde in der Zeit 1890 bis 1893 unter der Leitung von Postbaurat Julius Nöring errichtet. In der angegebenen Literatur sind zwei schöne Aquarelle von dem repräsentativen „Kaiserlichen Postamt“ abgebildet. Dabei ist eine Originalrandbemerkung von Kaiser Wilhelm II. bemerkenswert: „Indem ich den Geschmack des Entwurfs in jeder Beziehung lobe, gebe ich anheim, den Giebel, wegen der starken Seewinde, gründlich zu verankern“. Aus Anlass der Eröffnung des neuen Postamtes hielt Heinrich von Stephan eine große Rede und bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben in der nördlichsten Stadt des Deutschen Reichs dieses schöne Bauwerk zu errichten.
Das historische Postgebäude befindet sich in der Straße Liepų gatvė 16 (ehem. Alexanderstraße).

Abb. 9: Das Postgebäude in Klaipeda, Briefmarke, Litauen, 2002, gemeinfrei
Memel zählte zu dieser Zeit rund 15 000 Einwohner. Beim Postamt waren 19 Beamte und 33 Unterbeamte beschäftigt. 10 Postagenturen unterstanden dem Postamt: Bajohren, Carlsberg, Dawillen, Deutsch-Crottingen, Nimmersatt, Karckelbeck, Kgl. Schmelz, Laugallen, Plicken und Schwarzort. Außerdem gehörten noch 3 Posthilfsstellen mit Telegraphenbetrieb und 3 Posthilfsstellen ohne Telegraphenbetrieb zum Postamt.

Abb. 10: Seit 1874 eingesetzte blaue Briefkästen der Reichspost
Nach dem Ersten Weltkrieg musste Deutschland mit dem Friedensvertrag von Versailles (10.01.1920) das Memelgebiet an die alliierten Mächte abtreten. Zum Postverkehr gab es eine Regelung. Frankreich übernahm als Vertreter der Alliierten am 15.02.1920 die Mandatsverwaltung, bis am 10.01.1923 die militärische Besetzung durch Litauen erfolgte. Am 7.7.1920 wurden Französische Postwertzeichen mit Überdruck „Memel Pfennig bzw. Mark“ eingeführt. Im folgenden Jahr 1921 wurde am 1.4. eine Landespostdirektion gebildet. Später wurde die Post dem litauischen Verkehrsministerium unterstellt.

Abb.11: Briefmarken der französischen Mandatsverwaltung

Abb.12: Briefmarken der litauischen Besetzung
Am 16.02.1923 genehmigte die Pariser Botschafterkonferenz die Angliederung an Litauen unter Zusicherung autonomer Verwaltung. Am 13.4. 1923 wurden die Deutschen Posttarife ungültig und die litauischen Posttarife traten in Kraft. Durch die Konvention über das Memelgebiet erhielt Litauen am 08.05.1924 die volle Souveränität über das Gebiet.
Am 22.3.1939 wurde ein Deutsch-Litauischer Vertrag über die Rückgabe des Memelgebietes geschlossen. Zwei Tage später nahm die Deutsche Reichspost bereits wieder den Dienstbetrieb in dem Gebiet auf. Im Amtsblatt des Reichs-Post-Ministeriums wird ausführlich darüber berichtet. Gegen Ende des Zeiten Weltkrieges setzte sich im Oktober 1944 das Postamt Memel nach Stolp (Pomm) ab. Am 25. Januar 1945 besetzten Sowjetische Truppen Memel.

Abb.13: Heinrich von Stephan, Sondermarke, Postamt Memel
Literaturquellen:
Alfred Koch, Die deutsche Post im Memelland, Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Postwesens 1230 – 1945, Sonderdruck aus dem Archiv für „Deutsche Postgeschichte“ Heft I und II / 1961, im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der Memelkreise, Oldenburg
Hans Hübener, Postpaläste, Posthausgrafiken 1817-1900, Museum für Post und Kommunikation, Berlin 1995
Werner Münzberg, PREUSSEN, Kurbrandenburgische Post, Preussische Post, Norddeutsche Bundespost, Deutsche Reichspost, Postgeschichte und Postanstalten 1649 -1923, Teil I/A, 1992
Wilhelm Heinrich Matthias, Darstellung des Postwesens in den Königlich Preussischen Staaten, mit Anhang, erster Bd., Berlin 1812
Heinrich von Stephan, Geschichte der Preußischen Post von ihrem Ursprunge bis auf die Gegenwart. Berlin 1859
Bildnachweis:
Abb. 9 – gemeinfrei, alle anderen Abbildungen – Privatsammlung Wolfgang Pinkow
Heydekrug
Am Samstag, den 11. April hatte unser Verein Heide zur Jahreshauptversammlung und anschließend zur kleinen Osterfeier eingeladen. Nach dem Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden und des Kassenberichtes erfolgte mit einer Gegenstimme die Entlastung des Vorstands. Die Neuwahlen verliefen reibungslos und der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Bernardas Lyliskis *, Gerlinda Stunguriene (1. Vors.), Andreas Eschenburg (2. Vors.) Sigrita Mileskiniene (Kassiererin), Birute Zizeviciene *, Laima Maceniene *, Regina Petrikiene *. (* sind Beisitzer)
Bei der anschließenden Osterfeier, die mit Liedvorträgen vom Chor des Vereins umrahmt wurden, saß man noch lange bei Kaffee, Kuchen, Wein und einer leckeren Suppe zusammen. U.J.
Köln
Am 18. April haben sich in Köln-Dellbrück 14 Landsleute ( darunter waren 3 erstmalige Besucher) getroffen. Nachdem Frau Ingrid Schröder im Januar 2026 mit sofortiger Wirkung als 1. Vorsitzende zurückgetreten ist, hat nun Herr Herbert Jaksteit wieder dankenswerterweise den Vorsitz übernommen. U.J.

Memel
An Ostermontag, 6. April, trafen sich die Mitglieder des Deutschen Kulturvereins Memel mit Kindern im Besucherzentrum des Nationalparks in Karkelbeck zu ihrer Osterfeier. Bei leckeren selbstgebackenen Kuchen und Torten ließen sich 39 große und kleine Gäste verwöhnen. Während die Erwachsenen dem traditionellen Ostergedicht lauschten und bei einem Quiz ihr Wissen über das Osterfest zum Besten gaben, suchten die kleinen Gäste die vom Osterhasen versteckten Osternester. Zum Abschluss der Feier gab es noch leckere Salate und Thüringer Bratwürste. Heiko Kreßin


Wir planen eine Gruppenreise per Flug nach Memel vom 30. August bis 6. September 2026. Vor Ort wird mit dem angemieteten Bus das gesamte Memelland von Nimmersatt bis Schmalleningken erkundet.
Bei Interesse melden Sie sich bitte schnellstens bei Uwe Jurgsties, Tel. 06203 43229
Auf Initiative von Pfarrer Mindaugas Zilinskis haben sich mehrere Schulklassen von verschiedenen Schulen in Klaipeda und Prökuls, wie auch das kath. Altenheim von Klaipeda an der Aktion „Wir bauen die Johanniskirche“ beteiligt. Das Ziel von 1000 gebastelten Modellen wurde erreicht und werden am 15. Mai, dem internationalen Kindertag, auf dem Kirchplatz der Öffentlichkeit präsentiert.




Am 10. November 1926 wurde die Kirche eingeweiht.
Die Jubiläumsveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen findet jedoch schon am 12. September um 11:00 Uhr statt.
Memeler Dampfboote von 1956 – 2025 werden kostenlos abgegeben. Nur die Versandgebühren sind zu übernehmen. Bei Interesse bitte melden bei:
Siegfried Gyszas, Rumelner Str. 6 in 47829 Krefeld, Tel. 02151 476811